Im Test-Lab: Der Kiwi-3D von Sharebot

Neben unseren eigenen 3D-Druckern und den Drucker unserer Mitglieder, haben wir die Gelegenheit bekommen, einen neuen Kandidaten im Lab testen zu dürfen. Den Kiwi-3D der italienischen Firma Sharebot. Dieser kleine Drucker stieg mutig in den Ring gegen unseren Ultimaker 2 und auch gegen den – nun etwas betagten – Mendelparts Orca.Ein etwas unfairer Vergleich vielleicht, denn die beiden Kontrahenten kämpfen in einer ganz anderen (Preis-)Gewichtsklasse, denn der Kiwi-3D kostet nur 696 EUR. Weiterlesen

Der Spendensauger

Jeder Verein hat Kosten. Deswegen freuen wir uns nicht nur über die Beiträge unserer Mitglieder, sondern auch über jede kleine Spende unserer Besucher.

So entstand die Idee, alle unsere Köpfe und Technologien zusammen zu stecken, um einen Roboter für die Aufgabe des Spendensammels zu bauen. Nach einem ersten Meeting war das ideale Gehäuse schnell gefunden. Ein Miele-Staubsauger aus alter Zeit, der mit Hilfe einer Distanzsensor-Nase Menschen vor dem Gerät erkennen sollte, um dann entsprechend reagieren zu können.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und bei der Premiere im RepairCafe #7 war das Feedback sehr positiv. Seht selbst…

Live könnt ihr ihn Euch an unseren offenen Abenden ansehen oder werdet einfach Mitglied.

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Der japanische Neuzugang – Roland iModela

Der iModela von Roland ist das neueste Pferd im Stall des GarageLab Düsseldorf. Oder sollte ich besser sagen Pony? Diese kleine CNC-Tischfräse ist nämlich fast schon eine Fräse to go. Roland hat uns die iModela als Leihgabe zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank! Aktionen wie diese sind wichtig, damit der FabLab-Gedanke im GarageLab Düsseldorf weiter ausgebaut werden kann und der Transfer von Industrie zur Öffentlichkeit (und umgekehrt) funktioniert.

Der iModela von Roland

Das Gerät kommt auf den ersten Blick im kompakten und gefälligem Industriedesign daher. Magnetische Seitenblenden und Hauben an Vorder- und Rückseite machen das Innere des iModela sehr gut zugänglich und das Einrichten von Werkstücken sehr einfach. Der Arbeitsbereich beträgt dabei ca. 80x50x20mm und die Maschine ist vor allem für weiche Materialien, wie Kunststoffe, Styropor, Balsaholz oder Modellierwachs geeignet.

Geräte Set-up

Das Material wird mit doppelseitigem Klebeband auf dem Tisch im iModela fixiert. Das scheint zwar auf den ersten Blick nicht so professionell, aber es geht erstaunlich einfach und schnell. Die Zielgruppe DIY/Crafting/Home Prototyping ist bei vielen Designaspekten des iModela zu erkennen.

Laufender Fräsvorgang auf PVC-P

Nachdem das Werkstück befestigt wurde, folgt die Montage des Fräswerkzeugs per Inbusschlüssel und die Einstellung des Ursprungs mit Hilfe der Controller-Software iModela Controller. Die Frässpindel nimmt Standardwerkzeuge im Durchmesser von 2,3 mm auf, wie sie auch von den Miniwerkzeugen Dremel und Proxxon bekannt sind. Werkeuge im Durchmesser von 3,0 mm sind optional auch einsetzbar. Der iModela wird dann per USB an einen Windows-Rechner verbunden.

Software

Die Software für den iModela erlaubt das Importieren und die Manipulation von 2,5D und 3D-Objekten in den Formaten AI, EPS und STL. Die Kreation von einfachen Formen und Buchstaben ist auch in der Software möglich. Im Praxistest konnten die AI und EPS-Formate aus der Open-Source-Software Inkscape leider nicht gelesen werden, da der iModela Creator nur eine bestimmte Version des Formats (wahrscheinlich Illustrator 7 und 8) akzeptiert.

Mit der iModela Creator Software wird außerdem das Verhalten des Fräsers vorher konfiguriert, also ob zum Beispiel die Konturen eines Objekt als Mittellinie genutzt werden soll oder ob die Frässpitze um die Linie herum fährt. Das zu bearbeitende Material und die Frästiefe können auch über die Software gesteuert werden.

Fräsvorgang

Sobald die Datei fertig bearbeitet wurde, kann diese zum Gerät übertragen werden. Die iModela startet dann den Fräsvorgang und arbeitet die Schritte in der X, Y und Z-Koordinate ab. Leider fehlt in der Software eine Zeiteinschätzung zum geplanten Fräsvorgang und es fehlen auch Statusinformationen, wie weit der Auftrag schon abgearbeitet wurde. Lediglich die aktuelle Position der Fräsers wird über das Koordinatensystem angezeigt.

Frisch aus der FräseDer fertige Werkstück - unser GarageLab Logo

Ergebnis

Der Roland iModela ist wirklich sehr präzise in der Ausführung. Je nach Material ist kein Nachbearbeiten mehr notwendig. Getestet wurde das GarageLab Logo in 2,5D, das ca. 1mm tief in ein weiches Gummi gefräst wurde. Der Fräsvorgang ist relativ langsam. Unser Objekt hat ca. 40min gedauert, 3D-Objekte können leicht mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Über den Controller kann zwar die Geschwindigkeit gesteigert werden, dies wurde jedoch in den bisherigen Tests noch nicht ausprobiert.

Fazit

Die iModela ist ein Gerät für den Heimanwender. Kuntstofffiguren, kleine Prototypen für den Schmuckdesigner oder die bekannten Vinyl-Art-Toys sind die typischen Anwendungen für diese Fräse. So findet man in den meist japanischsprachigen Communities oft die Beispiele niedlicher Hello-Kitty-Figuren, die mit der iModela erstellt wurden.

 

+ Vorteile

Sehr präzise bei der Ausführung
Leicht zu bedienen, zu öffnen und zu reinigen

– Nachteile

Software ist bisher nur als Windows-Version erhältlich
Langsamer Fräsvorgang
Keine Metalle verarbeitbar

Nachbetrachtung: Wir bauen einen RepRap-3D-Drucker

Was am 27. Oktober 2012 um 09:00 Uhr mit dem Aufbau begann und um ca. 20:00 Uhr am darauf folgenden Sonntag endete war fraglos ein besonderes Wochenende für das GarageLab Düsseldorf, ebenso für den Coworking Space und die GarageBilk, ja für alle Beteiligten. Soeben war der erste 3D-Drucker-Bauworkshop in Düsseldorf mit Hilfe vieler unermüdlicher Hände erfolgreich über die Bühne gegangen; und das als erst zweite Veranstaltung des GarageLab überhaupt! Doch im einzelnen, was war geschehen?

Im Frühjahr 2012 hatte das GarageLab Kliment Yanev  und Joachim Glauche eingeladen, einen Prusa/Mendel-Bauworkshop im Herbst bei uns durchzuführen.

Als es dann Ende Oktober soweit war, brachten die beiden RepRap-Experten, die zuvor schon in Berlin, Eindhoven und Köln mit sogenannten „Buildpartys“ für Furore in der Szene gesorgt hatten, noch insgesamt drei prominente Überraschungsgäste als Instruktoren zum Workshop mit. Ruben Lubbes und Nathan Zadoks aus den Niederlanden sowie Josef Prusa, der Entwickler des Druckers aus Prag, ließen es sich nicht nehmen den Workshop durch ihre Fachkenntnisse zu bereichern.

So zeigte ein internationales Team im GarageLab in angenehm unhektischer Atmosphäre und mit liebevoll selbstgekochter vegetarischer Küche, wie man das neueste Modell der 3D-Drucker aus der Familie der Mendel-RepRaps unfallfrei zusammenbaut. Die 5 Experten unterwiesen insgesamt 7 Bauteams, die aus unterschiedlichster deutscher Provenienz teilweise weit angereist waren, in der fachgerechten Montage des brandneuen „Prusa I3“.

Prusa-I3 Workshop 2012/ GarageLab Düsseldorf

Prusa-I3 Workshop 2012/ GarageLab Düsseldorf

Hervorzuheben ist die gute Organisation der Workshop-Leitung, die sich z.B. dadurch zeigte, dass die vorhandenen Werkzeuge durch geschickte Verteilung effektiv genutzt werden konnten. So gelang es den Instruktoren den straffen Zeitplan trotz sehr ambitionierter Inhalte optimal einzuhalten. Eine Tatsache, von der spätestens am zweiten Tag alle Kursteilnehmer profitierten, weil so immer noch reichlich Zeit vorhanden war, Slic3r und Pronterface zu erklären sowie die Ansteuerung aller Drucker in Ruhe zu testen. Es blieb sogar noch eine Stunde für eine erste Einführung in die Welt des CAD. Am Abend konnte man reihenweise in glückliche Teilnehmergesichter blicken. Was kann es für die Veranstalter schöneres geben?

Prusa-I3 Workshop 2012/ Printed Object

Prusa-I3 Workshop 2012/ Printed Object